Krankenversicherung Mieteinnahmen

Wenn Sie in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens zu 90 % in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert waren, dann dürfen Sie in die KVdR beziehungsweise die in die Krankenversicherung der Rentner. Dabei handelt es sich aber um keine Krankenkasse, sondern eher um ein Status. KVdR-Versicherte sind in der GKV pflichtversichert. KVdR-Versicherte haben den Vorteil, dass sie auf private Einkünfte wie Mieteinnahmen keine Beiträge für die Krankenversicherung zahlen müssen. Sollten Sie im Alter nicht in der KVdR versichert sein, dann können Sie sich dort freiwillig gesetzlich versichern, wobei in diesem Fall allerdings andere Regeln gelten.

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Wer in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) darf

Wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90 % gesetzlich versichert war, darf in die Krankenversicherung der Rentner. In diesem Fall spielt es aber keine Rolle, ob man während der Erwerbstätigkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, familienversichert oder freiwillig versichert war. Es reicht lediglich aus, dass man Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse war. Der Zeitraum des Erwerbslebens reicht hingegen vom Beginn der ersten Erwerbstätigkeit, einschließlich Berufsausbildung und Selbstständigkeit, bis zum Zeitpunkt des Antrags auf die gesetzliche Rente. Sollten Sie nicht berufstätig gewesen sein, gilt der 18. Geburtstag oder der Termin der Heirat.

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Wer aus Mieteinnahmen Beiträge zur Krankenversicherung leisten muss

Alle Senioren, die nicht in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) dürfen, müssen in der Regel aus allen Einkünften aus Mieteinnahmen entsprechende Beiträge zur Krankenversicherung abführen. Beiträge müssen neben Einkünften aus Mieteinnahme auch auf Einkünfte aus privaten Rentenversicherungen oder Zinsen abgeführt werden. Demzufolge zahlen pflichtversicherte Rentner geringere Beiträge für die Krankenkassen als Rentner, die sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern lassen.

Einkommensteuergesetz (EStG)

㤠21
(1) 1Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind
1.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem Vermögen, insbesondere von Grundstücken, Gebäuden, Gebäudeteilen, Schiffen, die in ein Schiffsregister eingetragen sind, und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht);
2.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von Sachinbegriffen, insbesondere von beweglichem Betriebsvermögen;
3.
Einkünfte aus zeitlich begrenzter Überlassung von Rechten, insbesondere von schriftstellerischen, künstlerischen und gewerblichen Urheberrechten, von gewerblichen Erfahrungen und von Gerechtigkeiten und Gefällen;
4.
Einkünfte aus der Veräußerung von Miet- und Pachtzinsforderungen, auch dann, wenn die Einkünfte im Veräußerungspreis von Grundstücken enthalten sind und die Miet- oder Pachtzinsen sich auf einen Zeitraum beziehen, in dem der Veräußerer noch Besitzer war.
2§§ 15a und 15b sind sinngemäß anzuwenden.
(2) 1Beträgt das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, so ist die Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen. 2Beträgt das Entgelt bei auf Dauer angelegter Wohnungsvermietung mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete, gilt die Wohnungsvermietung als entgeltlich.
(3) Einkünfte der in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Art sind Einkünften aus anderen Einkunftsarten zuzurechnen, soweit sie zu diesen gehören.“

Freiwillig Versicherte zahlen Beiträge zu Mieteinnahmen und erhalten Zuschuss vom Rentenversicherungsträger

Alle Einnahmen der Beitragsmessung werden bei freiwillig versicherten Rentnern und Rentnerinnen zugrunde gelegt. Daher werden dabei Rente, Arbeitseinkommen, Versorgungsabzüge und alle sonstigen Einnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Als sonstige Einnahmen zählen beispielsweise Mieteinnahmen beziehungsweise alle Bezüge, die für die sogenannte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds relevant sind. Den Beitrag müssen freiwillige Mitglieder grundsätzlich allein zahlen. Vom Rentenversicherungsträger erhalten diese jedoch einen Zuschuss zu den aus der Rente zu zahlenden Beiträgen.

Private Krankenversicherung Beamte Test

Fazit Krankenversicherung Mieteinnahmen

Alle Rentner, die in der KVdR gesetzlich krankenversichert sind, müssen nur Beiträge zur Krankenversicherung auf ihre gesetzliche Rente zahlen. Neben der gesetzlichen Rente werden die Krankenkassenbeiträge auch auf Arbeitseinkommen und auf die sogenannten Versorgungsbezüge wie Pensionen, Betriebsrenten oder Zahlungen von Versorgungswerken geleistet. Beitragsfrei bleiben hingegen Einkünfte aus Mieteinnahmen, Zinsen oder aus privaten Rentenversicherungen.

Private Krankenversicherung im Test 2020

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