Private Krankenversicherung Mutterschutz

Die private Krankenversicherung stellt einen umfassenden und komfortablen Versicherungsschutz bei Krankheit zur Verfügung. Außerdem ist sie auch für die Kostenübernahme bei der Geburt eines Kindes zuständig. Im Gegensatz zu gesetzlich versicherten Patienten hat der Privatpatient auch Anspruch auf eine Chefarztbehandlung. Was passiert aber mit dem Beitrag zur privaten Krankenversicherung während des Mutterschutzes? Muss die Versicherte auch weiterhin die Beiträge zur PKV entrichten?Mit einem neutralen Vergleich der besten Anbieter können Sie nicht nur höhere Leistungen erhalten, gleichzeitig reduzieren Sie auch den Beitrag. Es stehen auch die aktuellen Testsieger wie die Barmenia zur Auswahl.

Beitragspflicht für die private Krankenversicherung auch während des Mutterschutzes

Ihren Betrag für die private Krankenversicherung (PKV) müssen Sie auch während der Mutterzeit entrichten, unter der Voraussetzung, dass Ihr Tarif nichts anderes vorsieht. Von Ihrem Arbeitgeber erhalten Sie zwar keinen Zuschuss, solange Sie nicht arbeiten. Daher sollten Sie jedoch prüfen, ob Ihr Partner seinen Arbeitsgeberzuschuss zur PKV schon voll ausschöpft. Wenn das nicht der Fall ist und wenn Sie auch die restlichen Voraussetzungen erfüllen, dann haben Sie einen Anspruch auf Zuschuss zu Ihrem Beitrag.

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Gesetze zum Mutterschutz

§ 1 Anwendungsbereich, Ziel des Mutterschutzes laut https://www.gesetze-im-internet.de/muschg_2018/BJNR122810017.html#BJNR122810017BJNG000100000

„(1) Dieses Gesetz schützt die Gesundheit der Frau und ihres Kindes am Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplatz während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit. Das Gesetz ermöglicht es der Frau, ihre Beschäftigung oder sonstige Tätigkeit in dieser Zeit ohne Gefährdung ihrer Gesundheit oder der ihres Kindes fortzusetzen und wirkt Benachteiligungen während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit entgegen. Regelungen in anderen Arbeitsschutzgesetzen bleiben unberührt.
(2) Dieses Gesetz gilt für Frauen in einer Beschäftigung im Sinne von § 7 Absatz 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch. Unabhängig davon, ob ein solches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, gilt dieses Gesetz auch für
1.
Frauen in betrieblicher Berufsbildung und Praktikantinnen im Sinne von § 26 des Berufsbildungsgesetzes,
2.
Frauen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt sind,
3.
Frauen, die als Entwicklungshelferinnen im Sinne des Entwicklungshelfer-Gesetzes tätig sind, jedoch mit der Maßgabe, dass die §§ 18 bis 22 auf sie nicht anzuwenden sind,
4.
Frauen, die als Freiwillige im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder des Bundesfreiwilligendienstgesetzes tätig sind,
5.
Frauen, die als Mitglieder einer geistlichen Genossenschaft, Diakonissen oder Angehörige einer ähnlichen Gemeinschaft auf einer Planstelle oder aufgrund eines Gestellungsvertrages für diese tätig werden, auch während der Zeit ihrer dortigen außerschulischen Ausbildung,
6.
Frauen, die in Heimarbeit beschäftigt sind, und ihnen Gleichgestellte im Sinne von § 1 Absatz 1 und 2 des Heimarbeitsgesetzes, soweit sie am Stück mitarbeiten, jedoch mit der Maßgabe, dass die §§ 10 und 14 auf sie nicht anzuwenden sind und § 9 Absatz 1 bis 5 auf sie entsprechend anzuwenden ist,
7.
Frauen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbstständigkeit als arbeitnehmerähnliche Person anzusehen sind, jedoch mit der Maßgabe, dass die §§ 18, 19 Absatz 2 und § 20 auf sie nicht anzuwenden sind, und
8.
Schülerinnen und Studentinnen, soweit die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt oder die ein im Rahmen der schulischen oder hochschulischen Ausbildung verpflichtend vorgegebenes Praktikum ableisten, jedoch mit der Maßgabe, dass die §§ 17 bis 24 auf sie nicht anzuwenden sind.
(3) Das Gesetz gilt nicht für Beamtinnen und Richterinnen. Das Gesetz gilt ebenso nicht für Soldatinnen, auch soweit die Voraussetzungen des Absatzes 2 erfüllt sind, es sei denn, sie werden aufgrund dienstlicher Anordnung oder Gestattung außerhalb des Geschäftsbereiches des Bundesministeriums der Verteidigung tätig.
(4) Dieses Gesetz gilt für jede Person, die schwanger ist, ein Kind geboren hat oder stillt. Die Absätze 2 und 3 gelten entsprechend.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis“

Notlagentarif PKV Bedingungen

Ob es eine Beitragsfreistellung für die private Krankenversicherung im Mutterschutz gibt

Wenn der Zuschuss des Arbeitgebers entfällt und der Versicherte die Versicherungsprämie alleine stemmen muss, bieten einige Versicherer eine Möglichkeit des Tarifwechsels an. Es wird zum Teil eine komplette Beitragsfreistellung angeboten. So gibt es bei einigen Versicherern während des Bezugs von Elterngeld in den ersten 6 Monaten einen beitragsfreien Versicherungsschutz. Die Beitragsfreiheit gilt jedoch lediglich für die Person, die das Elterngeld bezieht. Der Bezug des Elterngelds muss aber innerhalb von 3 Monaten nachgewiesen werden. Mehr zum Combindes Test der Krankenkassen, dabei werden die aktuellen Tarife und Anbieter vorgestellt. 

Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz – MuSchG)

㤠3 Schutzfristen vor und nach der Entbindung
(1) Der Arbeitgeber darf eine schwangere Frau in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigen (Schutzfrist vor der Entbindung), soweit sie sich nicht zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklärt. Sie kann die Erklärung nach Satz 1 jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Für die Berechnung der Schutzfrist vor der Entbindung ist der voraussichtliche Tag der Entbindung maßgeblich, wie er sich aus dem ärztlichen Zeugnis oder dem Zeugnis einer Hebamme oder eines Entbindungspflegers ergibt. Entbindet eine Frau nicht am voraussichtlichen Tag, verkürzt oder verlängert sich die Schutzfrist vor der Entbindung entsprechend.
(2) Der Arbeitgeber darf eine Frau bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Entbindung nicht beschäftigen (Schutzfrist nach der Entbindung). Die Schutzfrist nach der Entbindung verlängert sich auf zwölf Wochen
1.
bei Frühgeburten,
2.
bei Mehrlingsgeburten und,
3.
wenn vor Ablauf von acht Wochen nach der Entbindung bei dem Kind eine Behinderung im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch ärztlich festgestellt wird.
Bei vorzeitiger Entbindung verlängert sich die Schutzfrist nach der Entbindung nach Satz 1 oder nach Satz 2 um den Zeitraum der Verkürzung der Schutzfrist vor der Entbindung nach Absatz 1 Satz 4. Nach Satz 2 Nummer 3 verlängert sich die Schutzfrist nach der Entbindung nur, wenn die Frau dies beantragt.
(3) Die Ausbildungsstelle darf eine Frau im Sinne von § 1 Absatz 2 Satz 2 Nummer 8 bereits in der Schutzfrist nach der Entbindung im Rahmen der schulischen oder hochschulischen Ausbildung tätig werden lassen, wenn die Frau dies ausdrücklich gegenüber ihrer Ausbildungsstelle verlangt. Die Frau kann ihre Erklärung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
(4) Der Arbeitgeber darf eine Frau nach dem Tod ihres Kindes bereits nach Ablauf der ersten zwei Wochen nach der Entbindung beschäftigen, wenn
1.
die Frau dies ausdrücklich verlangt und
2.
nach ärztlichem Zeugnis nichts dagegen spricht.
Sie kann ihre Erklärung nach Satz 1 Nummer 1 jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.“

Geringes Mutterschaftsgeld für privat versicherte Patientinnen im Mutterschutz

Gesetzlich versicherte Frauen erhalten von ihrer Versicherung das Mutterschaftsgeld 6 Wochen vor und bis zu 8 Wochen nach der Geburt des Kindes. Dieses beträgt maximal 13 Euro pro Tag, sodass es bei gesetzlich versicherten Patientinnen zu keinen Geldeinbußen kommt. Privat versicherte Mütter erhalten allerdings bis zu 210 Euro für den Zeitraum des Mutterschutzes. Dabei erfolgt die Zahlung nur einmalig für die gesamte Dauer. Doch dieses Geld wird lediglich an Mütter ausbezahlt, die in einem sozialversicherungspflichtigem Arbeitsverhältnis stehen. Denn das Mutterschaftsgeld aus der PKV stellt eine Lohnersatzleistung dar und betrifft nicht Frauen in selbstständiger Beschäftigung.

Fazit Private Krankenversicherung Mutterschutz

Wenn bei Ihnen schon der Kinderwunsch gegeben ist, dann sollten Sie sich schon im Voraus bei Ihrer privaten Krankenversicherung über die Beitragsbefreiung während des Mutterschutzes kundig machen. Auf diese Weise werden Sie zumindest durch einen Tarifwechsel oder durch eine andere Änderung eine passende Lösung finden. Denn neben einem Tarifwechsel werden von einigen Versicherern auch einmalige Übergangsgelder gewährleistet. Demzufolge stellt Ihnen die private Krankenversicherung auch im Mutterschutz eine passende Lösung zur Verfügung.

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